Kerschbam Zithermusi

Kerschbam Zithermusi

„Tradition ist nicht die Anbetung der Asche − sondern die Weitergabe des Feuers.
Wenn dieses Zitat des österreichischen Komponisten Gustav Mahler einmal wirklich passt, dann bei der Rauhbergmusi ebenso wie bei der Kerschbam Zithermusi. Wenn die jungen Mander aus dem Miesbacher Oberland kerzengrad vor ihren Zithern sitzen, dann wirkt es auf den ersten Blick, als ob die alten Wegscheider Musikanten da sitzen − wenn sie aber in die Saiten greifen, dann ist es anders. Sie haben „die Alten im Ohr“, aber sie spielen ihren eigenen Stil − präzise, feinsinnig und mitreißend.
Hier ist eine Zithermusi herangewachsen, die sich spielt im doppelten Wortsinn: Mit ihrer Virtuosität und ihrer unerschöpflichen Spielenergie „spielen sich“ die vier Musikanten an ihren Instrumenten, dass die Zitherspieler aufhorchen. Dazu kommt noch das Entscheidende: sie spielen sich nicht nur, sie spielen „sich“ in jedem Ton, von ganz innen heraus.
Sie wollen nichts nachahmen, sie biedern sich nicht an − sind das, was sie spielen. Dadurch hat ihre Musik jene Kraft, die keinen Widerspruch zulässt und sie schon in jungen Jahren zu einem „Klassiker“ macht. Mögen sich alle so dran freuen!“

Andreas Estner, Bayerischer Rundfunk